Beratungsansatz

Meine Haltung traumatisierten Menschen gegenüber basiert auf einer ganzheitlichen, lösungs- und ressourcenorientierten Arbeitsweise.
Ich sehe posttraumatische Belastungssymptome nicht von vornherein als Störung oder Krankheit an, sondern als eine „normale“ Reaktion auf abnorme Ereignisse, die früher sinnvoll war und vielleicht Überlebensqualität hatte, heute jedoch keine geeignete Reaktionsweise mehr darstellt.

Information vermitteln

Mir ist wichtig, dass jeder Mensch, der Extremstress erlebt hat, genaue Informationen darüber erhält, was in der
Psychotraumatologie unter einem Trauma bzw. einer Traumatisierung verstanden wird. Damit einhergehend, was mit einer PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) gemeint ist, welche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen und welche Vor- und Nachteile bzw. Risiken sie beinhalten.

Eigenverantwortung stärken

Es kommt mir darauf an, gemeinsam herauszufinden, ob akute oder frühere extrem belastende Erlebnisse „Traumaqualität“ haben und ob vorhandene Beschwerden typische Symptome einer Traumafolgereaktion (PTBS) sind und falls ja, welche individuellen Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll erscheinen. Die Entscheidung für oder gegen bestimmte Verfahren liegt bei der betreffenden Person.

Interkulturell

Eine interkulturelle Beratungs- und Behandlungspraxis ist mir im doppelten Sinne wichtig.
Meine Praxis soll ein Ort sein, an dem interkulturelle Begegnung möglich ist und eine Haltung, die kultursensibel und auf die Bedürfnisse von traumatisierten Menschen eingeht.
Von meiner interkulturellen Kompetenz profitieren besonders Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund.

Genderspezifisch

Wo Trauma ist, ist viel Gewalt, besonders von Menschenhand.
Insbesondere Frauen sind Opfer körperlicher und sexueller Gewalterfahrungen und haben ein doppelt so hohes Risiko an einer PTBS zu leiden.
Ein geschlechtsspezifisches Beratungsangebot und für Frauen ein weibliches Gegenüber ist daher von großer Bedeutung im Heilungsprozess.